Wenn Frau Holle den Schnee bringt

geschrieben von Gabi Olpp am Donnerstag, 12. Dezember 2019

Was Liebhaber der kalten Jahreszeit jubeln lässt, bedeutet für die Mitarbeiter des Winterdienstes Arbeit auf Hochtouren.

Eiskalte Herausforderung

«Endlich ist es wieder einmal so richtig Winter», freuen sich die einen. Andere ärgern sich über Eis und Schnee.

Für die Gemeinden bedeutet Winter, dass zu Beginn der kalten Jahreszeit alle Winterfahrzeuge startklar, die letzten Probeläufe erfolgreich abgeschlossen und die Streugutlager aufgefüllt sind. Mit schwerem Gerät, Streusalz, Splitt und jeder Menge Erfahrung rücken die Mitarbeiter des Winterdienstes der weißen Pracht Tag für Tag zu Leibe. In einer großen Stadt in Deutschland werden heutzutage zwischen 1.000 und 3.000 Tonnen Salz pro Winter gestreut.

Winterdienst – wie alles begann

So viel wie nötig, so wenig wie möglich!

Beim Salz sollte man immer dieser Devise folgen. Sowohl der Natur und Umwelt zuliebe, als auch um Fahrzeuge, Strassenzubehör, Stützmauern und letztendlich das Budget zu schonen. Streusalz ist nämlich sehr teuer!

Was viele nicht wissen: Salz wirkt nur bis zu einer Tiefsttemperatur von rund minus 8 Grad Celsius und benötigt Feuchtigkeit, um seine Wirkung entfalten zu können. Diese Wirkung wird durch den Walkeffekt der Autoreifen verstärkt.

Durch ihre physikalischen Eigenschaften senken Auftausalze den Gefrierpunkt des Wassers auf unter 0° C. Die Ionen des Salzes versuchen, sich mit Wasser zu verbinden. Dadurch „nagen“ sie einzelne Wassermoleküle aus dem Eis heraus – das Eis schmilzt. Trockenen Salzkristallen gelingt dies nur sehr langsam. Je feuchter diese sind, desto schneller beginnt der Auftauprozess. Nach unten sickernde Salzlösung bewirkt schließlich die Trennung festgefrorener Schichten von der Fahrbahn. Außerdem wirkt der Straßenverkehr selbst als Beschleuniger des Tauvorgangs, da die Autoreifen den Schnee mechanisch zerteilen und das Salz stärker in den Schnee „einarbeiten“. Dies ist besonders wichtig, weil der Tauvorgang erst einsetzt, wenn das Salz sich mit Schnee oder Eis verbindet.

Visualisierung der physikalischen Wirkung von Streusalz

Deshalb wird oft auch Feuchtsalz eingesetzt, ein angefeuchtetes Streusalz. Feuchtsalz wirkt schneller und wird wegen der besseren Haftung, nicht von nachfolgenden Fahrzeugen von der Fahrbahn geschleudert.

Herausforderung Winterdienst

Organisatorisch und rechtlich hat der kommunale Winterdienst ein sehr weites Spektrum abzudecken. Es reicht von der Fußgängerzone über zugeparkte Wohnstraßen bis hin zur schnellbefahrenen Stadtautobahn. Diesen Aufgaben entsprechend sind Gerätepark und Organisation innerorts wesentlich komplexer als bei überörtlichen Straßen. Daher ist es extrem wichtig, Ausfallzeiten der Fahrzeuge zu vermeiden.

Innovationen optimieren Zuverlässigkeit und Umweltschutz

Ein innovatives, leistungsstarkes und fein dosierbares Streusystem unterstützt Feuchtsalz- und Sole Technologie. Es reduziert die Ausbringmenge und schont die Umwelt.

Die richtige Fahrzeug- und ­Maschinenwahl

Ob ­Spezialmaschine oder Mehrfunktions-Fahrzeug, Walzen, Scheiben- oder Kombistreuer: Die Wahl der richtigen Technik ist abhängig von der Aufgabe, die es im Winterdienst zu bewältigen gilt. Für den kommunalen Einsatz kommen meist eher kleine, wendige Multifunktionsfahrzeuge oder Traktoren zum Einsatz. Für alle Fahrzeuge gilt, dass die Platzverhältnisse in der Fahrerkabine sehr beengt sind. Dazu kommt, dass es verschiedene Aufbauten und unterschiedliche Streusysteme gibt.

Präzise und genau dosierte Ausbringung des Streuguts

Feinfühlig und präzise

Einfache Streuer können aufgrund der hohen Regelgüte unserer Ventile eine kostengünstige Stromsteuerung einsetzen. Intuitive Bedienung und Menüführung ermöglicht auch ungeschultem Personal nach kurzer Einweisung Streueinsätze. Dabei kann die Ansteuerung sehr einfach in der Kabine montiert und installiert werden.

Extrem genau mit intelligenter Steuerelektronik

Wer extrem genau arbeiten muss und mit nachweisbaren Mindest- und Maximal-Streumengen konfrontiert ist, kann mit Hilfe von Drehzahlsensoren systembedingte Einflüsse nahezu eliminieren und die Soll-Drehzahl noch exakter erreichen. Um diesen anspruchsvollen Anwendungen gerecht zu werden, bietet Bucher Hydraulics digitale Regelgeräte für absolut präzise und genauestens dosierte Ausbringmenge. Streudatenaufzeichnung inklusive Protokoll für GPS-Anwendungen sind bei diesen genau so selbstverständlich wie eine hohe Flexibilität bei der Anpassung an das Streuersystem.

Komfortable Bedienung und Auswertung

Dienstleister im Kommunalbereich werden mit nachweisbaren Mindest- und Maximal-Streumengen konfrontiert. Die Anbindung eines Telemetrie-Gerätes ermöglicht die Positionserfassung des Streuers und Übertragung der Streudaten an den Betreiber. Dienstleister können so jederzeit nachweisen, wann, wo und wieviel gestreut wurde.

Ausfallzeiten vermeiden

Die Kombination von Trägerfahrzeugen mit verschiedenen Auf- und Anbauten stellt immer eine Herausforderung dar. Unsere Hydraulik bietet dank sehr geringer Verlustleistung volle Kompatibilität von verschiedener Trägerfahrzeug und Aufbauten. Sie ist darüber hinaus vollkommen wartungsfrei. Denn im Winterdienst ist es entscheidend, dass man sich auf die lückenlose Einsatz­fähigkeit seines Equipments ­verlassen kann.

Lesen Sie mehr über eines unserer konzernweiten Entwicklungsprojekte – eine perfekt abgestimmte, Rundum-Sorglos-Lösung für Antrieb, Steuerung und Bedienung von kommunalen Salzstreuern:

 
 

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